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 Freitag: 17.07.2015 um: 19:00 Uhr - 17.08.2015 24:00
 Betrifft, Veranstalter oder Objekt: [_Gemeinde Sülfeld]
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GV: Raum für die Bücherei...

Neues aus der Gemeindeversammlung

Sülfelder Schule soll Raum für die öffentliche Bücherei abgeben

Sülfeld. Ein umfangreiche Tagesordnung mit der Ausweisung eines Baugebietes, der Anlage eine Boule-Platzes und dem Umzug der Bücherei hatten die Gemeindevertreter in ihrer fast vier Stunden andauernden Sitzung im Borsteler Feuerwehrhaus abzuarbeiten.

Besonders der Wunsch die Bücherei vom Obergeschoß der Alten Schule ins Erdgeschoss des jetzigen Schulgebäudes zu verlegen sorgte für Aufregung. „Um die Bücherei vom Ober- ins Erdgeschoss in der unter Denkmalschutz stehenden Alten Schule zu verlagern, verlangte die Kreisverwaltung besonders kostenintensive Umbaumaßnahmen. Nun stellt sich die Schulleitung quer im jetzigen Schulgebäude uns Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen“, berichtet Bürgermeister Karl-Heinz Wegner. Die Umbaumaßnahmen in der Alten Schule mit einen Barriere freien Zugang und Denkmalschutzauflagen hätten Investitionen von über 100.000 Euro erfordert. Diese Planungen hatten die Sülfelder Kommunalpolitiker vor einigen Monaten einstimmig zu den Akten gelegt.

Die Anfrage an die Schulleitung einen Raum im Schulgebäude für die Bücherei nutzen zu dürfen wurde vor wenigen Tagen negativ beschieden. Wegner zitierte aus einem Gesprächsprotokoll: „Die Schulleitung hält die Gemeindebücherei im Schulgebäude zwar für wünschenswert, sieht jedoch trotz drastisch sinkender Schülerzahlen keine Möglichkeit einen Klassenraum dauerhaft zur Verfügung zu stellen.“ Dem Itzstedter Amtsvorsteher und früheren Sülfelder Bürgermeister Volker Bumann, der als CDU-Gemeindevertreter dem Sülfelder Gremium angehört, platzte, ob dieser Aussage, der Kragen: „Das kann nicht angehen. Die Politik mit der Schulverbandsversammlung an der Spitze und nicht die Schulleitung bestimmt über die Raumsituation in den Schulstandorten Nahe und Sülfeld. In Nahe ist die Bücherei im Schulgebäude angesiedelt. Dies muss auch in Sülfeld möglich sein.“ Einmal in Fahrt legte Bumann nach und sprach die allgemeine Situation an der Schule im Alsterland an: Die Schüler und Eltern sind die Kunden der Schule und müssen entsprechend behandelt werden, dann würde es nicht zu Einbrüchen in der Schülerzahl kommen.“ Gute Vorschläge, die von der Politik zur Optimierung des Schule im Alsterland mit den Schulstandorten in Sülfeld und Nahe kommen, würden von der Schulleitung zumindest teilweise  ignoriert. Auch die Außendarstellung der Schule wäre zu verbessern. „Darüber werden wir uns noch im Schulverband unterhalten müssen“, sagte Volker Bumann. Einstimmig wurde der Bürgermeister beauftragte im Schulverband auf der nächsten Sitzung Ende Juli den Antrag zu stellen, dass die Sülfelder Bücherei sofort Räumlichkeiten im Schulgebäude bekommt und somit umziehen kann.

Auch der Antrag der CDU-Fraktion auf dem Dorfanger einen Boule-Platz sorgte für Diskussionen. „Das Anlegen dieses Platzes würde wohl höchstens 2000 Euro kosten. Das Boule-Spiel, auch Boccia genannt, ist immer mehr im Kommen und kann generationenübergreifend sein“, argumentierte Thomas Ahnfeldt (CDU-Fraktionssprecher).

Dem Beispiel Itzstedt folgend möchte die CDU-Sülfeld, die mit Bürgermeister Karl-Heinz Wegner (rechts) und dem Fraktionsvorsitzenden Thomas Ahnfeldt in der Nachbargemeinde die Boule-Anlage in Augenschein nahm, in Sülfeld den Dorfanger für das Boulé-Spiel umgestalten. Harald Becker

Thomas Orlowski (ABS-Fraktionssprecher) stellte die Kosten in Frage: „Mir sind viel höhere Investitionen bekannt. In Itzstedt hatte ein turniergerechter Platz rund 14.000 Euro gekostet.“  SPD-Fraktionssprecher Harald Becker ergänzte: „Um alle Fakten für eine Entscheidungsfindung zu haben - auch die Standortfrage gehört dazu - sollte der Antrag erst einmal im Sozial- und Kulturausschuss diskutiert werden.“  Seiner Meinung nach müsste auch eine von vielen Bürgern unterschriebene Liste, die den Bedarf für eine  Boule-Bahn dokumentiert, vorliegen. Einstimmig verwiesen die Gemeindevertreter dann den CDU-Antrag zur weiteren Beratung an den Sozial- und Kulturausschuss unter Vorsitz von Udo Petri (SPD).
Die Änderung des Flächennutzungsplanes einhergehend mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet „westlich der Elmenhorster Chaussee“ wurde zur Auslegungsreife bei drei Gegenstimmen mehrheitlich verabschiedet. In diesem Gebiet sollen 21 Baugrundstücke erschlossen und von der in Kiel beheimateten schleswig-holsteinischen Landgesellschaft vermerket werden. „Im August wird es zur gesetzlich vorgeschriebenen vier Wochen andauernden Auslegung der Pläne kommen. Im Herbst wird die Gemeindevertretung dann den endgültigen Beschluss für den B-Plan fassen“, erläuterte Karl-Heinz Wegner. Möglich sind der Bau von Einfamilienhäusern und Doppelhäusern bis zu zwei Geschossen mit einer Dachneigung von mindestens 12,5 Grad. Ebenso sind Krüppelwalmdächer und lasierte, glänzenden Dachpfannen zugelassen. Ein Quadratmeterpreis für die 600 bis 900 Quadratmeter großen Grundstücke konnte der Bürgermeister noch nicht nennen.

 

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